Biografie – Luise Kloos

Arbeiten in Malerei, Zeichnung, Fotografie, Grafik, Installationen, Interaktive Performances, Interdisziplinäre Projekte, Ausstellungsgestaltung, Lehraufträge, Vorträge, Workshops, Kulturmanagement

Ausbildung

Luise_kleingeboren in Judenburg
1986 – 1991       Abschluss des Studiums Pädagogik/Fächerkombination mit Mag.phil.
1991 – 1993       Künstlerische Gestaltung an der TU Graz, Architektur
1992 – 1994       Akademie der bildenden Künste Wien

1995                 Gründung von next – Verein für zeitgenössische Kunst
1997 – 2002     Mitglied des Landeskulturbeirates Steiermark
2002                 Mitglied der Gruppe 77
seit 2011           Präsidentin der Gruppe 77, www.gruppe77.at
seit 2003           Mitglied des Europäischen Kulturparlaments
seit 2003           Mitglied der Aufbaugruppe von NUROPE – Nomadische Universität Europas für Kunst, Philosophie und Wirtschaft
2004 – 2012      Mitglied des Kulturbeirates der Stadt Graz
2005                 Konzeptentwicklung für Atelierhaus, Tennenmälzerei Eggenberg
seit 2006           Kuratierung des Österreichbeitrages bei der Kroatischen Biennale für Illustratoren in Zagreb
seit 2004           Jurorin beim Steirischen Landespreis für Kinder- und Jugendliteratur
seit 2014           Mitglied im Künstlerhaus Wien

 

Auszeichnungen

1991                 Würdigungspreis für ausgezeichnete Studien durch das BM für Wissenschaft und Forschung
1999                 Bestenliste der sieben besten deutschsprachigen Kinderbücher des Deutschen Buchhandels
1999                 Österreichischer Kinder- und Jugendliteratur Sachbuchpreis
2000                 Preis der Kulturinitiative „Graz lebt auf“
2005                 Anerkennungspreise Mecaenas Steiermark und Mecaenas Österreich für „erben:erobern“,
10. Internationales Projekt für zeitgenössische Kunst
2007                 Finalist at the International Jewish Art Award, Ben Uri Gallery, London
2009                 Großer Josef Krainer Preis
2013                 „Farbe tanzen“ – Menschenbild über Luise Kloos in Ö1
2014                 Maecenas Österreich für „One Two Extended“ der Gruppe 77
2015                 Maecenas Steiermark Hauptpreis für „One Two Extended“ der Gruppe 77

 

Die Augen öffnen für die Dinge, die da sind

Die Künstlerin und passionierte Netzwerkerin Luise Kloos ist in verschiedenen Sparten zuhause.

Sie ist in der Performance ebenso zuhause wie in verschiedenen Sparten der bildenden
Kunst – sie malt und zeichnet, ist Objektkünstlerin, Kinderbuchillustratorin, Fotografin und
Aktionskünstlerin. Ihre Arbeiten sind international bekannt, sie wird zu Festivals nach
Kroatien, Bosnien und Serbien eingeladen und zu Ausstellungen nach New York und London;
zum europäischen Kulturhauptstadtjahr in Turku wird sie einen Beitrag leisten. Sie organisiert
Festivals, Schulworkshops und Tanzprojekte, Fragen des Zusammenlebens der Kulturen
beschäftigen sie ebenso wie ökologische und religiöse Themenstellungen.
Luise Kloos ist wohl eine der vielseitigsten Künstlerinnen der Steiermark, aber Beliebigkeit ist
ihre Sache nicht: „Kunst“, sagt sie, „heißt für mich den Menschen die Augen öffnen für die
Dinge, die ohnehin da sind.“ Diesem Imperativ wird auch ein neues Projekt gehorchen, das
sie gerade entwickelt – „ein ,Bergprojekt‘, das viele Fragen stellen wird, z. B. wie sich der
Klimawandel in diesen Breiten auswirken wird, die Frage nach der Arbeit der Frauen in
diesen Gegenden, nach der lokalen Volkskultur, nach den Zeugnissen anderer Kulturen in
diesen Breiten …“ Ihre Worte sind zurückhaltend und bestimmt wie die Produkte ihres
künstlerischen Schaffens.
Die Rolle der KünstlerInnen bei der Transformation der Gesellschaft. Die Beschäftigung mit
der Diversität, den Interferenzen und dem Zusammenleben von Kulturen zieht sich als roter
Faden durch Kloos‘ Schaffen. Am 29. April wird sie in Brüssel AS_TIDE präsentieren, ein
Kunstprojekt, das in Zusammenarbeit mehrerer europäischer Kunstvereinigungen unter
Beteiligung des von Kloos 1995 gegründeten Vereines „next“ entstanden ist und dessen Ziel
die Konstitution eines europäischen Netzwerkes ist, das auf eine kollektive europäische
Identität unter Beibehaltung der kulturellen Vielfalt abzielt – letztendlich gehe es darum, dass
die KünstlerInnen ihre Verantwortung bei der Transformation der europäischen Gesellschaft
wahrnähmen, sagt Kloos. Das internationale Ensemble „Zeitfluss“, das seine
Aufführungstätigkeit auf die Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts fokussiert, wird
bei der Präsentation eine Komposition von Anselm Schaufler aufführen – „ein Stück, das von
heimischer Volksmusik in ein persisches Traditionsstück übergeht und dessen Struktur
wieder in die lokale musikalische Tradition transformiert“.
Künstlerische und soziale Intervention. Im Rahmen von AS_TIDE sind im Oktober 2008 in
Graz 19 KünstlerInnen aus verschiedenen Ländern Europas zu einem „Artists-in-Residence“-
Projekt unter dem Titel H.E.I.M.A.T. zusammengetroffen. Teil des Programms war die
Etablierung eines „Transracial Institute“ – das vorgab, ähnlich einer Geschlechtsumwandlung
per Operation zur gewünschten ethnischen Identität zu verhelfen: Verfremdung und
Übertreibung als bewährtes Mittel, Vorurteile und Tabus zu entlarven.
Bei Kloos ist die Grenze zwischen künstlerischer und sozialer Intervention durchlässig bis
nicht existent: Bei einem Projekt im Pfarrkindergarten Karlau, zu dem auch die Eltern
eingeladen waren und an dem u.a. die Tänzerin Christina Medina mitwirkte, wurden
„festgefahrene Verhältnisse durch Tanz und Bewegung aufgebrochen“, erzählt Kloos. Die
KünstlerInnen konnten an einer Stadtführung durch SchülerInnen der Andräschule
teilnehmen und lernten so Graz aus dem Blickwinkel von Kindern kennen, die in ihrer großen
Mehrheit aus Familien mit Migrationshintergrund stammen.

Kinder sind professionelle Akteure
Performance-Workshops mit Kindern machen einen wichtigen Teil der Arbeit von Luise Kloos
aus. Auslöser dafür war nicht etwa die pädagogische Vorbildung der Künstlerin, sondern die
Arbeit an der Ausstellung „Bananenrot und Himbeerblau“ am Landesmuseum Joanneum
1998, die in das gleichnamige – gemeinsam mit Kindern gestaltete – Buch mündete. Es
folgten Aufträge der Internationalen Tanz- und Bühnenwerkstatt, Performance-Werkstätten
für Kinder auszurichten; voriges Jahr war sie beim Kinderkulturfestival im kroatischen Sibenik
zu Gast, wo sie eine Performance entwarf, deren Bewegungen vom Gedicht „Zwölf“ des
Dadaisten Kurt Schwitters ausgingen. Heuer wird Kloos eine Kinderperformance in Osijek
betreuen. Das Thema: „Die Freiheit träumen“. Eine Einladung nach Sarajewo zu einem
ähnlichen Event wurde ebenfalls bereits ausgesprochen.
Wer meint, dass es bei diesen Performances vorrangig um den Spaß der jungen
Mitwirkenden geht und der Weg dabei das Ziel ist, täuscht sich: „Egal wie alt die Kinder sind,
das professionelle künstlerische Ergebnis steht im Vordergrund – und die Kinder begreifen
das auch so.“ Egal ob es um Aufgabenstellungen gehe, wie verschiedene Emotionen durch
eindeutige Körperhaltungen darzustellen oder sich in unverständlichen Sprachen zu
unterhalten: „Die Kinder haben Ideen, auf die ich selbst nie käme, sie entwickeln enorme
Fähigkeiten und verhalten sich wie professionelle Akteure.“

Threads of Light
Trotz allem Engagement in der Arbeit mit Kindern bleibt die bildende Kunst der Schwerpunkt
von Kloos‘ künstlerischem Schaffen. Mit ihrer Installation „Threads of Light – Memorial to Lost
Souls“ am Yeshiva University Museum in New York hat sie ein tief berührendes Holocaust-
Memorial geschaffen. Senkrecht verlaufende Glasfasern stellen den Bezug zu den Duschen
in den Konzentrationslagern dar; die am Boden liegenden Steine sind ein Verweis auf den
jüdischen Brauch, bei Friedhofbesuchen Steine auf die Gräber der Verstorbenen zu legen.
Die harfenartige Bewegung der im Licht schwingenden Glasfasern transzendiert die
Erinnerung an das Geschehene. Glasfasern spielen – diesmal als Ausdruck fortgeschrittener
Technik – auch eine wichtige Rolle in neueren Arbeiten von Luise Kloos. Sie hat sie in eine
ihrer jüngsten Performances („Streaming“) integriert, die dem Thema „Natur und Technik“
gewidmet war und im September 2008 als Auftragsarbeit der AVL Cultural Foundation in der
Helmut-List-Halle aufgeführt wurde (Choreografie: Liz King, Musik: Erdem Tunakan).
2007 erging die Einladung zur Teilnahme an einem von der Ben-Uri-Gallery London
ausgeschriebenen Wettbewerb für jüdische Kunst, bei dem die von Kloos eingereichte Arbeit
als einzige einer nichtjüdischen Künstlerin unter die 18 ausgewählten kam.

„Es ist alles geschrieben.“
Wahrscheinlich haben alle Werke von Kloos eine spirituelle Dimension; und so wie Joseph
Beuys, dessen Aktion „Stattverwaldung statt Stattverwaltung“ sie in diesem Zusammenhang
zitiert, ist ihr das Verhältnis zwischen Kunst und Umwelt im weitesten Sinn der
Wortbedeutung – sie sagt „Schöpfung“ – besonderes wichtig: „Es ist eine künstlerische
Sichtweise nötig, um zu erkennen, dass man sich in der Schöpfung demütig bewegen soll.“
Es gibt in einem Teilbereich ihres Schaffens aber auch den direkten Bezug zur Religion – und
direkt ist hier im Wortsinn gemeint. Schon vor einigen Jahren hat sie mit „1000 Namen“ einen
Vorläufer jener Installation geschaffen, an der sie heute arbeitet. Auf Stoffbahnen gestickte
Auszüge aus den Schriften der großen Religionen dieser Erde sollen einen intimen Raum
bilden, der den darin Eintretenden die Schönheit dieser Texte ohne Unterschied ihrer
Herkunft vor Augen führen soll. Den Ursprungstexten soll nichts hinzugefügt werden, keine
Erläuterung, keine Interpretation. Denn: „Es ist alles geschrieben.“

Christian Stenner
Stand: März 2009
erschienen in der Reihe „ARTBox“ der Zeitschrift „korso“ im April 2009

  Luise Kloos…

Luise-Kloos-citybooks-graz

Luise Kloos im Design-Monat 2012 bei der Präsentation des Buches „Citybooks Graz“  © Werner Schandor

… lebt und arbeitet in Graz. Nach dem Abschluss ihres Pädagogikstudiums Studium an der Architekturfakultät der TU Graz (Künstlerische Gestaltung) und als ao. Hörerin an der
Akademie der bildenden Künste Wien. 1995 Gründung von next – Verein für zeitgenössische Kunst. 1999 Österreichischer Kinder- und Jugendliteratur-Sachbuchpreis, 2005 Anerkennungspreis Maecaenas Steiermark und Maecaenas Österreich, 2007 Finalist at the International Jewish Art Award (Ben Uri Gallery, London), 2009 Josef-Krainer-Preis. Lehraufträge an der Universität Graz, der FH Joanneum, dem Bildungshaus Schloss Retzhof und an der University for Technical Engineering, Kerala. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, u. a. in Graz, Zagreb, Zadar, Beograd, Cochin (Indien), Mostar, Miskolc, Tallinn, New York etc.
Zu unserem Treffen in einem Café bringt Luise Kloos einen dicken Sack mit Katalogen mit –
die Dokumentation einiger der Projekte, an denen sie als Künstlerin, Ideengeberin und
passionierte Netzwerkerin seit 2009 gearbeitet hat. Drei Jahre sind seit dem Künstlerinnen-
Porträt vergangen, das Christian Stenner über Luise Kloos geschrieben hat – eine Zeit, in der
Künstlerin unzählige Mal im Ausland war, um Projekte aller Art umzusetzen: Ausstellungen,
Szenografien und Workshops unter anderem in Kroatien, Finnland und Dänemark. Dazu
wurden Projekte mit Brüssel abgewickelt, bestehende Kontakte nach New York gepflegt und
über die Rolle chinesischer Migrantinnen in Europa reflektiert. Umso absurder, dass Arbeiten
und Projekte von Luise Kloos in heimischen Kunstfördergremien auch schon als
„internationale nicht relevant“ abgetan wurden – was von der Ignoranz zeugt, zu der
heimische Kunstfördergremien imstande sind. Zumal diese Gremien besetzt sind von Leuten,
die – so Luise Kloos – „selber in der Kultur ihre Interessen verfolgen und selber am Fördertropf
hängen: Das sehe ich als riesiges Problem.“

Licht, Grafik und Berge
Doch eins nach dem anderen. Wir wollen, bevor wir über Kulturpolitik sprechen, zuerst über
die Kunst reden, über Arbeiten mit Licht, über Grafik und über Berge. Oder Reisen überhaupt.
Denn die Verbindung von künstlerischer Wahrnehmung und Bewegung kennzeichnen
mehrere der jüngeren Projekte, an denen die Künstlerin beteiligt war. Da ist einmal das
„Bergprojekt“ von 2010 zu nennen, in dessen Rahmen Luise Kloos gemeinsam mit dem
kroatischen Künstler Josip Zanki und Künstlern aus Kroatien, Wales und Bangladesch 2010
das Velebit-Gebirge in Kroatien, die Seetaler Alpen in der Steiermark und die Black
Mountains in Wales. Der in Folge entstandene Katalog „Velebit / Alps / Black Mountains“
wurde in den Kunstbuchsalon des neuen 21er-Hauses in Wien aufgenommen.
2011 stellte Luise Kloos Zeichnungen in den Räumen der Akademie Graz aus. Danach führte
die Reise über die baltischen Staaten in die Europäische Kulturhauptstadt Tallinn in Finnland.
Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Gruppe 77 verwandelte Kloos unter dem Titel
„Lichtwechsel“ die Wirtschaftsfakultät der Universität Tallinn in einen temporären
Ausstellungsraum. Kloos zeigte Arbeiten mit Vorhängen aus Glasfasern und Visuals, die im
Rahmen einer Bühnengestaltung 2010 in Kopenhagen entstanden waren. Zwei bibliophil
gestaltete Bildbände, im niederösterreichischen Verlag „Bibliothek der Provinz“ erschienen,
geben Auskunft über diese Reise.
Im selben Jahr organisierte die Künstlerin in Graz eine Tagung der „Nomadischen Universität
für Kunst, Philosophie und Wirtschaft“, die Kloos 2003 mitbegründet hat. Thema der Grazer
„Oase“ der Nomadic University: „China Goes Europe“. „Das Thema haben wir im Hinblick auf
die anstehende Gründung eines Konfuzius-Instituts in Graz gewählt“, erzählt Kloos. Über 75
Künstler und Theoretiker haben sich damals in Graz getroffen und über kulturelle,
philosophische und wirtschaftliche Bande zwischen China und Europa gesprochen. Im
Rahmen eines Folgeprojektes wird im Dezember 2012 das Buch „Ein Regenbogen kennt kein
Heimweh. Lebensentwürfe chinesischer Frauen“ vorgestellt werden. Luise Kloos‘ Verein
„next“ hat dazu in Kooperation mit dem Grazer Konfuzius-Institut 10 Autorinnen eingeladen,
die Lebenswege chinesischer Migrantinnen nachzuzeichnen.

35 Jahre Gruppe 77
Wesentlicher Bestandteil des Schaffens von Luise Kloos ist ihr Engagement als Präsidentin
der Grazer Gruppe 77. Als solche prägte sie das 35-jährige Jubiläum anno 2012
entscheidend mit. Gefeiert wurde mit der Ausstellung „one two“ in der Grazer Galerie Eugen
Lendl, in der Zeichnungen gezeigt wurden, die im Dialog zwischen den Künstlerinnen und
Künstlern der Gruppe 77 entstanden sind. Mit dem neuen Schwung, den sich die Gruppe
darauf geholt hat, will man 2013 ein nachhaltiges Kunstprojekt im öffentlichen Raum
realisieren und wieder verstärkt junge Künstler ansprechen.
Luise Kloos selbst wird 2013 wieder – wie bereits 2009 – im jüdischen Yeshiva University
Museum in New York ausstellen. Und sich darüber hinaus weiter für eine steirische
Kunstakademie einsetzen. Als Vorbild dafür könnte der Lehrstuhl für Bildende Kunst der
Universität von Zadar dienen. „Das Angebot dort ist offen für Studentinnen und Studenten
aller Studienrichtungen“, erzählt Kloos, die in Zadar bereits mehrfach zu Workshops
eingeladen war. „Gastprofessoren gestalten wochenweise Workshops zu eigenen Themen.
Dieses Prinzip wäre auch gut in Graz machbar, aber es ist sehr schwer, hier mit dieser Idee
Gehör zu finden.“
Auf ihre ruhige, aber beharrliche Art wird sich Luise Kloos weiterhin für diese – und andere
Ideen – einsetzen. „In der Kunst sehe ich, dass Ausdauer eine der wesentlichen
Charaktereigenschaften ist, die es braucht, um durchzuhalten und die eigenen Sachen
wirklich anzubringen. Alles, was einen nicht durchkommen lässt, muss man als
Reibungsfläche sehen, die einen vorwärts bringt. Dass man nicht aufgibt, sondern sich
überlegt: Wie kann ich es anlegen, dass ich trotzdem schaffe?“
Was sie auch schaffen will: Die Gewichtung von bestimmten Wertungen im Kunstbetrieb
infrage stellen. In den Worten der Künstlerin und Kulturmanagerin: „Der Bedarf, sich
künstlerisch zu artikulieren, ist weitaus größer, als in gewissen Zirkeln verhandelt wird, und es
ist wichtig, dass diese künstlerische Artikulation auch in diesen erweiterten Kreisen geschieht,
und zwar mit Qualität geschieht. Wenn man Kunst nur mehr auf das reduzieren würde, was
Kulturjournalisten in bestimmten Magazinen besprechen, dann wäre das kulturelle Leben
sehr schnell um sehr vieles ärmer. Die Resonanz in solchen Medien kann kein
allgemeingültiges Kriterium für die Evaluierung von Kunstprojekten sein.“

Werner Schandor
Stand: November 2012
Kataloge von Luise Kloos
© Werner Schandor

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